Der Marienaltar

  
Niemand weiss genau, wie unsere Kirche ca. 1524 zu dem schönen Marien-Altar kam. Ob er wie andere Gegenstände aus dem Nachlass des aufgelösten Dominikanerklosters kam, kann nicht mit Sicherheit behauptet werden.
Im Mittelteil steht Maria, von Sonnenstrahlen umgeben mit dem Jesuskind auf einer Mondsichel, bzw. auf einem geheimnisvollen Gesicht.

Darum herum tragen kleine Engel eine Krone für Maria und die Marterwerkzeuge Christi.

Das soll bedeuten: Christus hat am Kreuz gelitten und jedes Leben unter der Sonne wird nicht von Sorge und Leid verschont.

Vielleicht hat sich der Schnitzer des Altares in diesem Gesicht selbst verewigt.

In den vier Ecken des Mittelteiles sieht man in Uhrzeigerrichtung:

Katharina

Sie war eine kluge Frau (Buch) und konnte ihren Glauben gegen 50 Gelehrte Männer vertreten.


Johannes der Täufer

Er rief die Menschen zur Umkehr und taufte sie im Jordan (barfuß). Er erkannte Jesus als das "Lamm Gottes" und taufte ihn.

Stephanus

Er war der erste Christ, der für seinen Glauben strab. Er war der erste Diakon und wurde gesteinigt (Steine).

"Anna Selbritt" ist eine beliebte Darstellung des Mittelalters. Anna, die Mutter von Maria, hat Maria und Jesus auf ihren Armen. Das bedetet, dass unsere Kinder und Enkel immer unsere Kinder bleiben, auch wenn sie selbst erwachsen sind und vielleicht sogar schon für uns sorgen.

Bartholomäus  Schälmesser

(fehlt)

Johannes  Kelch

Petrus  Schlüssel

Philippus  Lothringer Keuz

Andreas  Schrägkreuz

Simon   Säge

Paulus   Schwert

Jakobus d.Ä.  Muschel

Judas Thaddäus  Keule

Jakobus d. J.  Stange

Matthias  Beil

Thomas  Winkel




Die Flügel des Altares waren früher nur zu Feiertagen geöffnet. Man sah also meistens Katharina (Schwert) und Barbara (Kelch).